Chronische Polyarthritis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Diagnose der chronischen Polyarthritis

Die Ursache für die chronische Polyarthritis ist nicht vollständig erforscht. Wahrscheinlich entsteht die Entzündung der Gelenke durch eine Reaktion des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe. Bei der chronischen Polyarthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Die Diagnose der chronischen Polyarthritis ist schwierig, vor allem in der Anfangsphase, wenn die Symptome der Erkrankung noch nicht sehr ausgeprägt und eher unklar sind. Eine Früherkennung ist aber wichtig, damit die chronische Polyarthritis frühzeitig behandelt werden kann.

Die Diagnosemöglichkeiten bei der chronischen Polyarthritis

Die Diagnose der chronischen Polyarthritis erfolgt über Blutuntersuchungen, über eine Untersuchung aller Gelenke des Körpers sowie über den Verlauf der Krankheit, also das Auftreten von Symptomen über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Bei der Diagnose der chronischen Polyarthritis wird anhand der Zahl der befallenen Gelenke und der Häufigkeit und Dauer der Entzündungsphasen bewertet, wie schwer die chronische Polyarthritis ist.

Chronische Polyarthritis: Blutsenkung zum Nachweis einer Entzündung

Anhand der Blutuntersuchungen kann festgestellt werden, ob im Körper überhaupt eine Entzündung besteht. Dazu wird eine Blutsenkung gemacht, bei der gemessen wird, wie schnell sich die festen Bestandteile des Blutes in einem Kapillarröhrchen nach unten absetzen. Bestimmte Blutbestandteile wie etwa Proteine, die bei einer Entzündung im Blut vorhanden sind, führen dazu, dass sich die roten Blutkörperchen schneller absenken als gewöhnlich.

Chronische Polyarthritis: Rheumafaktoren als Zeichen der Abwehrreaktion

Die Blutsenkung ist eine sehr unspezifische Art der Diagnose, die nur bestätigt, dass im Körper eine Entzündung stattfindet. Doch in 60-75 % der Fälle können im Blut auch Antikörper nachgewiesen werden, sogenannte Rheumafaktoren, die darauf hinweisen, dass es sich bei der Entzündung um eine autoimmune Reaktion in den Gelenken handelt. Leider sind gerade im Anfangsstadium, wenn die chronische Polyarthritis noch nicht so weit fortgeschritten ist, nicht immer Rheumafaktoren nachzuweisen. Andererseits haben auch Menschen Rheumafaktoren im Blut, die nicht an chronischer Polyarthritis erkrankt sind, sodass auch der Nachweis der Rheumafaktoren nicht zu einer eindeutigen Diagnose führt.

Chronische Polyarthritis: Untersuchung der Gelenke

Wenn der Verdacht auf eine chronische Polyarthritis besteht, untersucht der Arzt bei der Diagnose alle Gelenke des Körpers auf Entzündungszeichen und Rheumaknoten. Er kann erkennen, ob die Gelenke stark erwärmt, steif oder geschwollen sind, und er prüft insbesondere, ob ein typischer Druckschmerz auftritt. Gegebenenfalls findet er auch bereits Gelenkdeformationen oder sogenannte Rheumaknoten, die aus Bindegewebe entstehen, in dem sich Abfallprodukte der Entzündung sammeln. Dabei untersucht er nicht nur die Gelenke, in denen der Patient bereits Beschwerden hat, sondern alle Gelenke des Körpers. So kann er überwachen, wie die Krankheit fortschreitet und gegebenenfalls frühzeitig etwas tun, wenn sich ein weiteres Gelenk entzündet. Neben dem Abtasten geben auch Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen Aufschluss über den Befall und die Schädigung der Gelenke.

Anna Jacobsen

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